Der Zahnbelag (Plaque) und seine Folgen
Nur wenige körperliche Krankheiten lassen sich so einfach verhindern wie die typischen Zahnerkrankungen Karies, Zahnstein und Parodontose. Klar, ein gesunder Lebenswandel, etwas Sport, nährstoff- und vitaminreiche Ernährung und die Vermeidung von zu viel Fett, zu viel Cholesterin, zu viel Fleisch, Alkohol, Zigaretten und anderen Suchtmitteln tragen nachgewiesen zur Gesunderhaltung bei. Jedoch nur in einem den gesamten Körper umfassenden Erhaltungsprozess. Die Zahnpflege kann ganz direkt verhindern, dass Löcher in den Zähnen, Zahnstein und/oder Zahnfleischprobleme entstehen
Nahrungsreste, Säuren und Zucker entstehen unvermeidlich jeden Tag und haben das Potenzial, unsere Zähne und das Zahnfleisch anzugreifen, indem sie Zahnbelag auslösen. Vermeidungsstrategie – Fehlanzeige! – dann auch wenn wir raffinierten Weißzucker in Kaffee, Tee und Süßem komplett weglassen, enthalten selbst deftige Nahrungsmittel wie Brot, Nudeln oder das so gesunde Obst verschiedene Zuckerarten. Neben diesem besteht Zahnbelag aus Eiweißen, weiteren Kohlehydraten, Phosphaten und Mikroorganismen. Jegliche Nahrung hinterlässt also Spuren auf den Zähnen – nicht allein Zucker! Zwar schützt sich die Mundhöhle selbst gegen aggressive Bestandteile in der Nahrung durch eine Art Schutzschicht im Speichel, komplett kann diese aber Ablagerungen auf und zwischen den Zähnen nicht verhindern. Klebrige Nahrungsmittel wie Schokolade, Bonbons oder Honig aber auch Bananen verstärken den Befall zusätzlich.
Der Zahnbelag lässt sich einfach mit der Zunge an den Zähnen ertasten, sie bekommen eine raue, stumpfe Oberfläche. Der Belag lässt sich beim Zahnarzt durch eine unschädliche Kautablette einfärben um besonders Kindern ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie hartnäckig dieser ist und wie er entfernt wird. Die Plaque dient als vorzügliche Nahrung für Bakterien, die wiederum Verfärbungen der Zähne verursachen und den Zahnschmelz angreifen. Dieser Angriff wird Karies genannt, durch den die unangenehmen Löcher in den Zähnen entstehen und unbehandelt zum Abfaulen oder Ausfallen der Zähne führen kann. Der Zahnbelag kann sich außerdem zum gelb-braunen Zahnstein verhärten, dem nicht mehr allein durch Putzen bei zu kommen ist. Der Zahnarzt bricht den Zahnstein mechanisch von den befallenen Zähnen oder sprengt ihn mithilfe von Ultraschallinstrumenten auf. Diese Prozedur ist relativ schmerzfrei, solang sie in einem frühen Stadium des Zahnsteinbefalls passiert. Wartet man auch hier aus Angst oder Scham länger, können wesentlich schlimmere Verhärtungen entstehen.
Eine gründliche Zahnhygiene verhindert die Festsetzung des Zahnbelags und damit den größten Auslöser der verschiedenen Krankheiten an den Zähnen und dem Zahnfleisch sowie Zahnschmerzen. Wer zu Verfärbungen neigt sollte den Konsum von Kaffee, schwarzem Tee, Rotwein und Tabak möglichst vermeiden.
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